Zweite Chance für alte Hunde
Zweite Chance für alte Hunde
Hunde ab etwa 8 Jahren haben in der Vermittlung deutlich geringere Chancen auf ein neues Zuhause.
Während junge Hunde häufig schnell vermittelt werden, steigt die Verweildauer bei älteren Tieren spürbar an.
Das liegt nicht daran, dass sie weniger geeignet sind.
Sondern daran, dass sie seltener in Betracht gezogen werden.
Viele dieser Hunde bringen Eigenschaften mit, die im Alltag sehr gut passen würden – werden aber oft übersehen.
Mit der Initiative „Zweite Chance für alte Hunde“ setzt sich das Pfotenforum dafür ein, die Situation von Hunden ab 8 Jahren nachhaltig zu verbessern.
Die Initiative wurde vom Pfotenforum ins Leben gerufen und gezielt auf die Bedürfnisse älterer Hunde ausgerichtet.
Gleichzeitig knüpft sie an wichtige Impulse aus früheren Ansätzen wie der Initiative „Aktion10plus“ an, die erstmals verstärkt auf die besonderen Herausforderungen aufmerksam gemacht hat. In Abstimmung mit der Initiatorin wird dieser Gedanke nun aufgegriffen, weiterentwickelt und in einem neuen Rahmen nachhaltig ausgebaut.
Im Fokus stehen:
Die Initiative schafft Orientierung – und wird Schritt für Schritt weiter ausgebaut, um noch mehr Menschen und Organisationen zu erreichen.
Eine einheitliche Definition dafür, wann ein Hund als „Senior“ gilt, gibt es nicht.
Alterungsprozesse verlaufen je nach Größe, Rasse und individueller Gesundheit sehr unterschiedlich.
Für die Initiative wurde daher bewusst eine klare und zugleich möglichst inklusive Grundlage gewählt:
👉 Hunde ab einem Alter von 8 Jahren
Diese Altersgrenze schafft Orientierung und ermöglicht eine einheitliche Einordnung, ohne individuelle Unterschiede auszublenden.
Dabei gilt weiterhin:
Ein Hund ab 8 Jahren ist nicht automatisch eingeschränkt – viele haben noch stabile und gut passende Jahre vor sich.
Viele Menschen haben klare Vorstellungen, wenn sie über einen Hund nachdenken.
Oft geht es dabei um:
Diese Erwartungen sind verständlich und gut nachvollziehbar.
Gleichzeitig führen sie dazu, dass ältere Hunde häufig gar nicht erst in die engere Auswahl kommen – auch dann nicht, wenn sie gut zum eigenen Alltag passen würden.
Die Entscheidung für einen Hund ist immer auch mit laufenden Kosten verbunden.
Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten überlegen viele Menschen genauer, ob sie diese Verantwortung übernehmen möchten.
Bei älteren Hunden kommt hinzu, dass:
Gleichzeitig lässt sich nicht pauschal vorhersagen, welche Kosten tatsächlich entstehen.
Die Initiative setzt daher bewusst auf:
Ältere Hunde werden oft unterschätzt.
Dabei zeigen viele von ihnen Eigenschaften, die im Alltag eine wichtige Rolle spielen:
Welche Eigenschaften ein Hund tatsächlich mitbringt, ist immer individuell – aber das Alter allein ist kein Nachteil.
Die Initiative basiert auf einem Netzwerk aus Partner:innen.
Personen, die einen Hund (8+) adoptieren, erhalten Zugang zu unterstützenden Angeboten, zum Beispiel:
Das Pfotenforum übernimmt dabei:
Alle Leistungen erfolgen freiwillig durch teilnehmende Betriebe.
Die Förderung der Adoption älterer Hunde leistet einen konkreten Beitrag zum Tierschutz:
Darüber hinaus unterstützt die Initiative dabei, Erwartungen an die Hundehaltung realistisch einzuordnen.
Die Initiative richtet sich an Menschen, die sich mit der Anschaffung eines Hundes beschäftigen.
Sie bietet eine Grundlage, um auch ältere Hunde bewusst in die Entscheidung einzubeziehen.
Langfristig soll die Initiative dazu beitragen, die Entscheidung für einen Hund differenzierter zu betrachten.
Nicht das Alter sollte im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage:
Welcher Hund passt zu welchen Lebensumständen?